Chronik Turnverein Morzg

Die Gründung 1923

Der Gedanke sich turnerisch zu betätigen und einen Verein zu gründen bestand in Morzg bereits vor dem ersten Weltkrieg.
Mit einem selbst gebastelten Reck, Freiübungen und volkstümlichem Turnen begann im Schulhof der Turnbetrieb, der bei schlechtem Wetter in den, vor wenigen Jahren abgebrannten Saal des Gasthofes Morzg verlegt wurde. Dieses Turnen fand großen Anklang bei den Morzgern und durch diesen Zuspruch bestätigt, entschloß man sich 1923 ein offiziell gemeldeten Verein mit folgendem Turnrat zu gründen:
    Obmann Georg Pletschacher
    Turnwart Ignaz Hartenthaler
    Jugendturnwart Leopold Ritzinger
    Dietwart Leopold John
    Säckelwart Hans Stradner

Die Turnhalle

Bereits am 17. Feb. 1915 war von Oberlehrer John ein Grundstück neben der Volksschule Morzg zum Selbstkostenpreis um 932 Kronen und 5 Heller von Herrn Franz Pfanzelter erworben worden mit der Auflage, daß diese Liegenschaft nur zum Bau einer Turnhalle verwendet werden darf. Durch eine Schenkung von Herrn Oberlehrer John ging der Grund in den Besitz des Turnverein Morzg über. Nun lag natürlich der Wunsch nach einem Hallenbau nahe.
Diese Idee konnte durch den Ankauf einer Baracke aus dem Gefangenenlager Grödig durch Gutspächter Rudolf Taxacher, die er dem Turnverein Morzg schenkte, verwirklicht werden.
Mit Hilfe der Morzger Bevölkerung und von Sachspenden unterstützt, wurde die noch heute in ihrer Grundkonzeption bestehende Turnhalle errichtet und 1925 eröffnet. Mit der Vollendung des Baues wurde ein planmäßiger Turnbetrieb aufgenommen und Dank seiner Überparteilichkeit bis 1938 durchgeführt.

Die NS Zeit

In der nationalsozialistischen Zeit zwischen 1938 und 1945 ging der Verein zwangsläufig in den Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen über und nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges diente die Halle Flüchtlingen als Obdach.

Nach dem Krieg

Erst 1947 konnte wieder mit dem regelmäßigen Turnbetrieb begonnen werden und es gelang dem Verein in der Folge auch weiterhin überparteilich zu bleiben.Zum ersten Ehrenmitglied wurde 1963 Tb. Ignaz Hartenthaler für seine über vier Jahrzehnte lange Aufbau- und Erhaltungsarbeit als ehrenamtlicher Vorturner ausgezeichnet. 
Nach dem Umbau 1975 unter Obmann Josef Pletschacher bekam die Halle den Namen : IGNAZ HARTENTHALER TURNHALLE.

Auszeichnungen

Vom Anfang an haben wir viele Meistertitel für Mannschaft und Einzelwettkämpfer erreicht, wie zuletzt bei den Kindermeisterschaften des Landes Salzburg 1980 bei den Mädchen von 47 Teilnehmern die ersten Vier und bei den Buben die ersten Zwei.
Mit einen Turnratsbeschluß haben wir dann den Leistungssport stark eingeschränkt und uns wieder voll auf die Breitenarbeit konzentriert. 

Turnbetrieb zur Jahrtausenwende

Wir haben zur Zeit ca. 300 Mitglieder von denen etwa 200 regelmäßig unsere Turnstunden besuchen. In fast allen Übungsstunden können wir mit staatlich ausgebildeten oder in Hochschulausbildung stehenden Vorturnern aufwarten.
Besonders stolz sind wir, daß vier unserer Übungsleiter mit dem " Gütesiegel Fitneß und Gesundheitssport vom Land Salzburg und Ärztekammer für Salzburg " bereits ausgezeichnet wurden.

Wir laden alle die sich zur Zeit noch nicht körperlich fit halten ein zu uns zu kommen nach den Leitspruch von Friedrich Ludwig Jahn:

Körperliche Erziehung allein verroht, 
musische Erziehung allein verweichlicht,
erst in der Zweisamkeit gewinnen wir 
den harmonisch gebildeten und gesunden Menschen.

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Letztes Update am 09.11.08 , zurück zu www.morzg.at